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  • Dass Lenovo nicht die hellsten und farbtreusten Bildschirme in seinen Laptops verbaut, ist bekannt und für mich okay. Ich arbeite vor allem mit Text statt mit Bildern und nur selten draußen in der Sonne. Allerdings überlege ich mir, ob es nicht langsam für mich Zeit wird, von der Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten zu einer höheren zu wechseln. Eine Version des X1 Carbon mit WQHD-Auflösung gibt es zum Beispiel auch. Ein Bildschirm-Flackern ist mir bei meinem Testgerät nicht aufgefallen. Der Kontrast ist ausreichend groß, und im Akkubetrieb wird die Helligkeit nicht weiter reduziert. Das reicht für meine Zwecke. Eine SSD dagegen ist mir wichtig, da sie spürbar schneller arbeitet. Deren Größe ist mir jedoch egal, da Datensammlungen wie Fotos oder Musik so groß geworden sind, Bei einem Ultrabook kommt es mir darauf an, dass es kompakt genug ist, um es schnell in die Tasche stecken und auch lange mit mir herumtragen zu können. Zudem muss es stabil genug sein, dass nicht zwei Wochen nach Garantieablauf außen das Gehäuse oder innen das Mainboard bricht (mir vor ein paar Jahren mit einem Fujitsu Siemens passiert). Beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) hätte ich diese Sorge nicht. Mit einem Gewicht von 1,1 Kilogramm ist es leichter als die Konkurrenz. Das 356 Gramm schwere Netzteil kann angesichts der langen Akkulaufzeit oft zuhause bleiben. Die Maße von 32,4 x 21,7 x 1,6 Zentimetern entsprechen einem 13,3-Zoll-Notebook. Dank eines schmalen Displayrands findet aber ein 14-Zoll-Display Platz. Das ist vor allem auch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresmodell. In der Breite wurde zum Beispiel um einen Zentimeter abgespeckt.

    Dafür wurde das Gehäuse komplett überarbeitet. Der Rumpf ist aus einer Hybrid-Magnesium-Legierung gefertigt, der Bildschirmdeckel aus Kohlefaser, Fiberglas und Kunststoff. Unter Druck lässt sich beides nur wenig verwinden, der Deckel etwa mehr als der Rumpf. Als problematisch empfinde ich das nicht. Lediglich an den Längstseiten, wo Deckel und Rumpf zusammenkommen, mittig zwischen den Schanieren, reagieren beide Kanten etwas sehr auf Druck. Ich persönlich würde die Laptoptasche also nicht zu dicht packen. Ein Rat, der gerne gegeben, aber leider nur nachlässig befolgt wird. Ein stabiler Laptop, wie es der Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) zu sein scheint, hilft dann. Ebenfalls erfreulich sind die starken Scharniere, die den Bildschirm kaum wippen lassen. Hoffentlich bleibt das auch nach einigen Monaten noch so.

    Bei den Anschlüssen kommt es immer darauf an, was man gerade braucht (und nicht vergessen: was man in 3-4 Jahren brauchen wird). Das Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) hat meiner Meinung nach die richtige Auswahl getroffen. Auf der linken Seite befinden sich hinten zwei USB-C-Ports (USB 3.1 Gen2), über die das Gerät geladen wird, aber auch ein Monitor per Thunderbolt 3 bzw. DisplayPort angeschlossen werden kann. Ich persönlich habe noch kein Equipment, das per USB-C angeschlossen wird, würde deshalb einen klassischen USB-3.0-Anschluss nutzen, der sich sowohl links als auch rechts befindet.Für mich eine Notwendigkeit und daher auch ein Ausschlusskriterium beim Kauf ist ein vollwertiger HDMI-Port. Derzeit schließe ich meinen externen Monitor per Mini-HDMI an, wo ein Wackelkontakt am Port dazu führt, dass sich jedes Mal der Monitor für ein Sekunde ausschaltet, wenn ich ans Kabel komme oder den Laptop bewege. Das will ich einfach nicht mehr. Der recht dicke HDMI-Anschluss findet nur deshalb Platz, da das Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) seitlich nicht ganz so abgeflachtet wurde, wie das bei anderen Ultrabooks üblich ist. Daher lässt sich auf der rechten Seite am 3,5-mm-Audio-Klinkenausgang auch ein klobiger Y-Adapter anstecken, ohne das Gerät aufzubocken wie mein Samsung Ativ Book 9.

    Lenovo musste auch Kompromisse eingehen, mit denen ich allerdings gut leben könnte. Ein kabelgebundener Internetanschluss gelingt nur über einen Mini-Netzwerkstecker. Der passende Adapter liegt bei. Auf Dauer hätte ich auch dort Angst vor einem Wackelkontakt. Bei meinem aktuellen Gerät habe ich diesen Anschluss jedoch nur zweimal in vier Jahren gebraucht, um einen Router zu konfigurieren, der sich nicht per WLAN verbinden wollte. Unschön ist dagegen der kombinierte Steckplatz für Micro-SD- und SIM-Karte am X1 Carbon. Er befindet sich auf der Rückseite und ist nur zu erreichen, wenn der Displaydeckel zugeklappt ist. Zudem lässt er sich wie an einigen Smartphones nur mit einem spitzem Gegenstand öffnen. Die vollformatige SD-Karte in meiner Kamera müsste ich dann durch eine Micro-SD-Karte mit Adapter ersetzen. Wenn ich unterwegs die Daten schnell auf dem Rechner sichern möchte, muss ich diesen zuklappen. Machbar, sofern dies nur selten passiert.

    Probleme mit der WLAN-ac-Verbindung konnte ich nicht feststellen, was aber auch daran liegt, dass der leistungsstarke WLAN-Router meine Wohnung gut ausleuchtet. Eine SIM-Karte habe ich nicht eingesetzt, ich arbeite fast ausschließlich per WLAN (zuhause, bei Freunden und Familie, im Zug, im Café). Vor Jahren habe ich mal ein UMTS-Modem in einem Lenovo T410 nachgerüstet, damals waren die notwendigen Antennen noch in allen Modellen verbaut. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Ihr müsst euch beim Kauf also entscheiden, ob ihr WWAN nutzen wollt. Bluetooth ist nur in der Version 4.1 vorhanden, was dem aktuellen Standard entspricht. Bluetooth 5 mit der Möglichkeit, zwei Kopfhörer kabellos anzuschließen und die Lautstärke getrennt zu steuern (Dual-Audio), hätte ich allerdings lieber gehabt. Dann könnte ich mir auch den klobigen Y-Adapter sparen (siehe oben), wenn ich mit meiner Frau Serien schaue.

    Die meisten Berührungspunkte mit einem Laptop habe ich über die Tastatur. Nichts beeinflusst meine Arbeitsperformance so sehr wie die Unsicherheit beim Tippen. Von Ziffern und Sonderzeichen abgesehen schreibe ich recht schnell mit allen zehn Fingern. Doch wenn ich die Leerzeichentaste mit dem Daumen am äußersten Rand erwische, passiert es mir bei meinem Samsung Ativ Book 9 immer wieder, dass die Eingabe nicht angenommen wird. Das hängt von der Konstruktion der Tastatur ab. Lenovo hat hier einen hervorragenden Ruf, den ich beim Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) auch bestätigt sehe. Die Chiclet-Tastatur verfügt über einen vergleichsweise hohen und satten Tastenhub, was ich persönlich als angenehm empfinde. Es vermittelt mir ein präzises Feedback. So flott habe ich schon lange nicht mehr getippt.

    Die Tasten sind konkav geformt und ihre leicht aufwärts ragenden Ränder dadurch gut zu erfühlen. Ohne hinzuschauen finde ich die Markierungen für die Zeigefinger auf den Tasten F und J, aber auch den Block mit den Cursortasten sowie rechts oben den Block mit den Tasten Pos1, Ende, Einfg und Entf. Lenovo erreicht dies mit unterschiedlichen Tastengrößen und einem größeren Spalt. Generell ist das Tastaturlayout zu loben: Keine der zuvor genannten Tasten sowie Bild hoch und Bild runter liegt in der Zweitbelegung wie auf anderen Notebooks teilweise. Für mich wäre das unakzeptabel, da ich mich mithilfe dieser Tasten schneller durch Texte bewege – nicht nur beim Schreiben, auch bei der Navigation im Browser.

    Die Tasten werden von unten in zwei Stufen beleuchtet. Kritiker bezeichnen sie als zu dunkel. Ich muss zugeben, dass ich diesen Punkt nicht ausgiebig getestet habe, da ich das X1 Carbon (2017) fast nur tagsüber im Gebrauch hatte. Eine Hintergrundbeleuchtung muss so hell sein, dass ich ausreichend schnell tippen kann. Ziffern und Sonderzeichen muss ich immer noch mit dem Auge suchen. Das Licht sollte aber auch dann schnell angehen, wenn ich ganz fix die Lautstärketasten suche (F1-F3), weil beim abendlichen Abhängen auf dem Sofa plötzlich ein Video viel zu laut startet. Das Geräusch beim Tippen erzeugt lediglich einen dumpfen Ton, was sehr angenehm ist und denjenigen erfreuen wird, der nebenan auf dem Sofa bereits fast vollständig weggedöst ist.

    Unter dem Strich lässt sich festhalten, es macht Spaß, auf der Tastatur des Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) zu tippen. In meinem Setting würde noch eine externe Notebookmaus zum Einsatz kommen. Diese würde ich des Öfteren zu Hause lassen, da ich mit dem roten Trackpoint in der Mitte der Tastatur gut zurechtkomme, wenn ich nicht allzu häufig darauf zurückgreifen muss. Die drei Tasten unterhalb der Leertaste ersetzen dabei die Maustasten. Hier muss ich leider feststellen, dass sie früher besser zu ertasten waren und auch einen besseren Druckpunkt hatten. Das Glas-Touchpad, ausgeführt als Clickpad, würde ich persönlich abschalten. Im Test hat es aber dennoch einen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

    Was bleibt noch zu erwähnen? Nur einmal im gesamten Testzeitraum ist es passiert, dass beim Abspielen eines Youtube-Videos, der Prozessor hochtouren musste. Der Lüfter sprang umgehend an und pfiff nicht sehr schön vor sich hin. Meiner Erfahrung nach gewöhnt man sich aber sehr schnell an den spezifischen Ton des eigenen Rechners. Wichtiger jedoch ist, dass dies nur einmal geschah – wobei ich es auch nie ernsthaft darauf angelegt hatte. Gleichzeitig stieg die Temperatur auf der Unterseite sprunghaft an, was im Sommer auf dem Schoß schnell unangenehm werden könnte. Die angegebene Akkulaufzeit von 15,5 Stunden stellte sich bei normalem Gebrauch (mittlere Helligkeit, WLAN, Netflix/Youtube) als realistisch heraus. Der Lithium-Polymer-Akku (3 Zellen, 57 Wh, 4830 mAh) wird über ein 65-Watt-Netzteil auch recht schnell wieder aufgeladen. Entscheidend ist jedoch auch hier, wie diese Zeiten in drei bis vier Jahren aussehen. Ein älteres Smartphone über eine Powerbank nachzuladen, ist jedenfalls einfacher als ein altersschwaches Notebook.